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Montag der 20. Juli 2009

Nach einer ruhigen Nacht ist am Morgen mal wieder kein Wind, allerdings sagt der Wetterbericht noch weithin NW-Wind. Um nicht die lange Strecke gegenan kreuzen zu müssen, entschließen wir uns noch einen Tag in Griechenland zu bleiben. Gegen 10 Uhr laufen wir aus dem Hafen von Plataria aus und motoren hinaus in die Bucht. Gegen Nachmittag kommt Wind auf und wir können noch sehr schön segeln. In der Bucht von Lakka, auf Paxos, liegen wir mit Buganker und Heckleinen. Heute wir an Bord gekocht und wir hoffen, das wir Morgen günstige Winde für die Überfahrt nach Italien haben.

Paxos, Ormos Lakka 39°14,65’N 020°07,75’E

Sonntag der 19. Juli 2009

Gestern Abend ist Evelin, meine Schwester, angekommen. Der Flieger hatte 2 Stunden Verspätung. Heute Morgen habe ich die restlichen Montagearbeiten ausgeführt und BALU seefertig gemacht. Nach dem Ausklarieren können wir endlich ablegen und fahren zur Tankstelle den Diesel auffüllen. Nach der Hafenausfahrt gehen wir zum Baden und Mittagessen vor Anker. Um 14:00 Uhr setzen wir das Großsegel und starten Richtung Plataria. Der Wind bläst mit einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 37 Knoten und BALU läuft teilweise über 7 kn. Gegen 18:00 Uhr erreichen wir den Hafen von Plataria, er ist sehr voll, aber wir finden noch einen schönen Platz. Heute Abend essen wir eine Fischplatte bei „Olga“, einer kleinen Gaststätte am Hafen.

17. + 18. Juli 2009 Marina Gouvia

Freitag und Samstag repariere ich den Schaden an der backbord Seite von Balu. Die Reling muß abgebaut werden und zum Glück hat Pieter, der Bootsausrüster, einen passenden Relingsfuß auf Lager. Am Samstag Vormittag kam ein Schlosser, der die Fußreling wieder sehr gut ausrichtet hat. Das Rohr unter der Scheuerleiste kann ich nur spachteln und die Kupferscheuerleiste richte ich wieder aus. Nach dem Grundieren wird die Schadstelle wieder lackiert und man muß schon ganz genau hinsehen um die Stelle wieder zufinden. Morgen werde ich die Scheuerleiste und die Reling wieder montieren und der Schaden ist behoben.

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Marina Gouvia, Korfu 39° 039,01’N 019° 051,21’E

Donnerstag der 16.Juli 2009

Der Tag hat gut angefangen, aber leider nicht so geendet. Kurz nach Sonnenaufgang war ich bereits im klaren Wasser der Ormos Lakka schwimmen. Um 09:30 Uhr habe ich die Heckleinen gelöst und den Anker aufgehoben. Dabei musste ich ein italienisches Schiff verscheuchen, das genau über meinem Anker  lag. Zusammen mit der EMERITA nahmen wir Kurs auf das Festland. Wir wollten dort die Bucht End Bay nahe Mourtos anlaufen. Unterwegs konnte ich das Steuer kaum verlassen, da die EMERITA ständig meinen Kurs kreuzte und ich sie immer im Auge behalten musste. Leider war, wie fast immer im Ionischen Meer, der Wind zum Segel zu wenig. Auf fast der gesamten Strecke war spiegelglattes Wasser. In der End Bay angekommen suchte ich mir einen Liegeplatz aus, warf in ausreichender Entfernung meinen Anker und machte eine Heckleine fest. In der Zwischenzeit wollte die EMERITA den Platz neben mir belegen. Das Manöver war zwar gut angesetzt, aber der Anker war noch auf dem Schiff. Statt vorwärts aus der Lücke wieder raus zufahren, drehte das Schiff quer und statt vorwärts beschleunigte der Skipper auch noch zweimal rückwärts. Die EMERITA rammte BALU voll mit dem Heck, ich hatte keine Chance, da ja BALU bereits fest verankert war. Der Fuß einer Relingsstütze ist verbogen,  die Fußreling auf 30 cm Länge eingedrückt und die Scheuerleise in diesem Bereich ebenfalls beschädigt. Dabei ist an der EMERITA am Heck ein Stück Beton abgeplatzt. Der Aufenthalt in der End Bay wurde abgebrochen und zur Reparatur zurück nach Korfu in die Marina Gouvia gefahren.

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Mittwoch der 15. Juli 2009

Badetag – Temperatur Luft 35° Wasser 24° – den ganzen Tag mit baden und faulenzen verbracht. Gegen Abend waren wir, die Besatzung der AMRITA und der BALU zum Eisessen im Dorf. Nach einem kurzen Rundgang ging es mit dem Beiboot wieder zurück zum Schiff.

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Paxoi, Ormos Lakka, 39°14,65’N 020°07,75’E

Dienstag der 14. Juli 2009

Endlich wieder unterwegs. Langsam wurde es langweilig immer nur im Hafen zu liegen. Am Samstag habe ich den Eigner der AMRITA, eines Kutter getakelten Schoners und seine Familie im Hafen kennen gelernt. Es ist ein 30 Jahre altes Schiff, das sie erst vor kurzen gekauft haben. Da Andreas noch keine Erfahrung mit dem An- und Ablegen hat, hat er mich gefragt, ob ich Ihm ein wenig unterstützen könnte. Die Bootstour am Sonntag nachmittag wurde eine einzige Katastrophe. Das Ablegen klappte wunderbar, aber an der Tankstelle brauchten wir schon einen zweiten Anlauf zum Anlegen. Der ablandige Wind übernahm dann das Ablegemanöver. Außerhalb der Hafeneinfahrt wurden dann fleißig die Motormanöver geübt. Wieder im Hafen zurück, bat uns das Marinapersonal noch eine Stunde zu warten, bis der frische Wind etwas nachließe. Plötzlich kam Qualm aus der Kabine und die Temperaturanzeige für den Motor war am Anschlag.
Direkt neben der Hafeneinfahrt ließen wir dann schnell den Anker fallen und schalteten den Motor aus. Bei der Fehlersuche fiel Andreas ein, das er vergessen hatte das Seeventil des Motors zu öffnen. Ich glaube aber, das es so wieso nicht richtig schließt, sonst wäre der Motor nicht so lange gelaufen. Durch die Überhitzung war der Impeller zerstört und wir wechselten ihn, vor Anker liegend, aus. Beim anschließenden Probelauf fanden wir noch zwei defekte Wasserschläuche. Da der Wind nicht nachlassen wollte, fuhren wir wieder in die Marina zum Anlegen. Doch bei dem starken Seitenwind wollte das Schiff einfach nicht in die uns angewiesene Lücke. Mitten im Manöver fiel dann auch noch der Motor aus und mit viel Glück und einigen Leinen zogen wir AMRITA quer in die Lücke und somit längsseits an den Steg.
Den Montag verbrachte Andreas mit Reparaturarbeiten und ich bereitete BALU auf das Auslaufen am Dienstag vor.
Dienstag mittag ist es endlich so weit, BALU und ich verlassen nach einem kurzen Tankstopp die Marina Gouvia. Uns angeschlossen hat sich die AMRITA mit Andreas und Familie. Als Tagesziel haben wir Lakka auf Paxos vereinbart. Unterwegs hat die AMRITA immer noch Temperaturprobleme. In Lakka angekommen stellt sich heraus, das Andreas auch noch einige Erfahrung im Ankern fehlt und ich helfe Ihm die AMRITA mit Anker und Heckleinen zu befestigen.

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05. – 11. Juli 2009 Korfu, Marina Gouvia

05.07. Sonntag
Ruhetag ^ leider funktionierte das Internet nicht ^
06.07. Montag
War im Ort Gouvia und habe Postkarten und Briefmarken gekauft
Sea-Marschall ( MOB-Gerät zur Alamierung und Peilung) eingebaut
07.07. Dienstag
Dichtungsrahmen für die Backskiste lackiert
Schlauchboot gewaschen und abgedichtet
08.07. Mittwoch
Seekartenregal unter der Navi-Ecke eingebaut
Staukästen im Salon neu eingeräumt
09.07. Donnerstag
Das Fockfall war zu dick (12 mm) ausgewechselt; neu eine 10 mm Leine
4 Trommeln (1,5 kg) Wäsche gewaschen und an Bord getrocknet
10.07. Freitag
Vorsegel vom Segelmacher geholt (hat einen neuen Keder und einen Lichtschutz bekommen) und wieder gesetzt.
Vom Windgenerator die beiden Brückengleichrichter ausgetauscht (waren defekt)
11.07. Samstag
Windgenerator zusammen gebaut, montiert und angeschlossen
16 Löcher in den Bettkasten achtern als Belüftung für das Batterieladegerät gefräst

Diese Woche niedrigste Temperatur 23° (Nachts) höchste Temperatur 39° ; ein kurzer Gewitterregen

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28. Juni – 05. Juli 2009

Dritte Woche in der Marina Gouvia, Korfu. Mein linkes Bein erholt sich langsam, aber voll belastungsfähig ist es noch nicht. Es hat aber noch eine Woche Zeit sich zu erholen.
Auch die Überholungs- und Änderungsarbeiten an BALU gehen langsam dem Ende entgegen. Ich habe bei beiden großen Luken die Plexiglasscheiben ausgebaut und mit neuer Dichtungsmasse wieder montiert. An alle Luken und Fenster sind die Dichtungen geprüft und die große Backskiste im Cockpit hat eine zusätzliche Abdichtung erhalten. Langsam wird BALU so dicht wie ein U-Boot.
Im achterlichen Bereich ist die Reling durch ein Relingskleid und auf dem Vorschiff durch ein Relingsnetz zusätzlich gesichert. Durch das Relingskleid habe ich im Cockpit einen zusätzlichen Schutz und auf dem Vorschiff können Gegenstände nicht so leicht über Bord fallen.
In der kommenden Woche werde ich noch einiges zu tun haben, aber ich hoffe, das ich meine Vorbereitungen für den Atlantik und den Pazifik bis November fertig habe.

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21. – 27. Juni 2009

Die zweite Woche in Korfu ist schon wieder vorbei. Es war fast jeden Tag ein oder zwei Gewitter und immer wieder hat es geregnet. Das schöne Wetter hatte mal eine Auszeit genommen. Zum Wochenbeginn gab es gleich mal ein Treffen mit einem ehemaligen Segelschüler. Franz war das erste Mal mit einer unerfahrenen Crew unterwegs. Er hat seine Arbeit als Skipper sehr gut gemeistert und konnte einiges von seinen neuen Erfahrungen berichten. Am Mittwoch Abend war der Trans-Ocean Stammtisch. Es war eine nette Runde von Leuten die hier in Gouvia ihr Domizil haben und wir haben uns sehr gut unterhalten. Leider waren keine anderen Langfahrten-Segler dabei. Donnerstag habe ich Werner bei seinen Arbeiten an der MAESTROS geholfen und war am Abend bei ihm und Margit zum Essen eingeladen. Von ihrer Wohnung hat man einen wunderschönen Blick über die Insel und den Yachthafen. Jetzt hoffe ich, dass sich das Wetter in der kommenden Woche wieder bessert.

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17. – 20. Juni 2009

Marina Korfu – zur Zeit genieße ich ein wenig die Ruhe. Wegen meinem Bein kann ich nicht allzu viel unternehmen. Aber auf einem Schiff wie BALU gibt es immer was zu arbeiten. Da ich ja jetzt schon ein paar Monate auf dem Schiff lebe, ergeben sich immer wieder einige Änderungsarbeiten um alles funktioneller oder praktischer zu gestalten. Auch bin ich, glaube ich, bei Reparaturen sehr genau und ich probiere auch Kleinigkeiten sofort zu beseitigen. So rücke ich jedem kleinen Rostfleck möglichst sofort mit Schleifpapier, Pinsel und Farbe zu Leibe. Der Fußboden im WC ist erneuert und wartet momentan auf seinen zweiten und dritten Anstrich. Da im Schlauchi alle Bodenlatten unter meinem Gewicht gebrochen sind habe ich gestern neue Holzlatten gekauft, heute zu geschliffen und lackiert. Um dem Salzwasser keine Chance zugeben, bekommen die Latten Morgen auch noch ihren zweiten Anstrich. Beim Vorsegel lasse ich, durch eine ansässige Segelmacherin einen Lichtschutz aufnähen und die Kederleiste erneuern. Da der Supermarkt in der Marina sehr teuer ist, fahre ich öfter mit dem Fahrrad zum Lidl zum Einkaufen. Ansonsten genieße ich den Komfort der Marina mit Wasser und Strom auf dem Steg und Duschen und Wäscherei an Land. Die letzte Woche waren die Temperaturen täglich über 30°C und auch Nachts kühlt es nicht stark ab.